Dienstag, 16. Dezember 2008

Das Ende naht ...

Zum Glueck nicht meins, sondern nur das meiner Reise, aber das ist ja auch schon schlimm genug :-(

Nach zwei verregneten Tagen in den Blue Mountains (da hat euer Daumendruecken wohl bissle unter der Zeitverschiebung gelitten) habe ich es mir seit letztem Samstag nochmal so richtig in Sydney gut gehen lassen und die Stadt in vollen Zuegen genossen. Neben dem ueblichen Sightseeing (an Oper und Harbourbridge kann ich mich immer noch nicht sattsehen) habe ich mich - jetzt da es ja bald nach Hause geht - auch dem Shoppingwahn hingegeben. Ihr wollt ja schliesslich alle Souvenire haben, gell ;-) Natuerlich hab ich mich selbst auch nicht vergessen - ich sag nur 20% Rabatt bei Esprit und dann dieser super Eurokurs! Zum Glueck hab ich mein Rueckflugticket schon, sonst haette ich jetzt kein Geld mehr dafuer (war'n Witz, Oma). Die Frage ist nur, ob die mich bei Qantas mit dem ganzen Uebergepaeck jetzt ueberhaupt noch mitfliegen lassen. Na ihr werdet ja sehen, ob ich ankomme :-)

Nee jetzt mal ernsthaft: Dies ist mein letzter Blogeintrag. Morgen nachmittag geht mein Flieger und am Donnerstag morgen werde ich deutschen Boden kuessen (ok nur beruehren). Als Fazit der letzten 4 Monate bleibt mir nur zu sagen, dass ich eine supertolle Zeit mit vielen neuen Eindruecken und spannenden Erlebnissen hier hatte (davon koennt ihr euch dann beim Ansehen der fast zehntausend Fotos selbst ueberzeugen). Auf jeden Fall freue ich mich nach dieser langen Zeit des Nomadenlebens darauf, wieder an einen festen Ort zu lieben bekannten Menschen zurueck zu kehren. Aber es gibt natuerlich auch das weinende Auge, das die Unbeschwertheit des Herumreisens vermissen wird. Aber wer wuerde schon gern einen sorgenlosen Urlaub im sonnigen Australien gegen den Alltag im deutschen Winter eintauschen?

Ich moechte euch allen fuer euer interessiertes Lesen und das fleissige Kommentarschrieben danken. Es hat mir Spass gemacht, euch ueber mein Leben hier auf dem laufenden zu halten und ich hoffe, ihr hattet auch eure Freude.

Ich freue mich riesig darauf, euch alle in Good Old Germany wiederzusehen und schliesse hiermit feierlich diesen Blog!

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Sydney & Berge - ein Traum!



Da ich weiss, dass sich meine geliebte Familie heute wieder zur "Lichtbildarena" trifft (seid heute mal ganz persoenlich von mir gegruesst ;-) ), muss ich natuerlich noch fix was schreiben, damit ihr auch auf dem aktuellsten Stand seid.

Also ich hab ja schon angemerkt, dass ich mich auf den ersten Blick in Sydney verliebt habe und das hat sich bisher auch nicht geaendert. Es gibt hier so viele tolle Viertel, wie zum Beispiel Darling Harbour oder The Rocks, in denen man einfach gerne umherschlendert und Leute beobachtet. Und dann natuerlich die Harbour Bridge und das Operahouse - ich koennte stundenlang dasitzen und die beiden einfach nur anstarren ...

Und obwohl ich ja eigentlich hier in Australien nicht in den Zoo gehen, sondern alle Tiere nur in Freiheit bewundern wollte, bin ich gestern dann doch den ganzen Tag lang bei gluehender Hitze durch den Taronga Zoo geschlendert und habe es wirklich nicht bereut: Endlich mal Koalas aus der Naehe sehen und sich nicht den Hals dabei verrenken muessen. Und dann der herrliche Ausblick auf Sydneys Skyline, den man von hier hatte. Kinder is das schoen ...

Bei aller Schoenheit habe ich mir jetzt jedoch eine kleine Auszeit von der grossen Stadt gegoennt und bin seit heute bis Freitag in den Blue Mountains. Mit einem sehr unterhaltsamen Guide sind wir heute bereits durch den Regenwald gewandert, durften eine Fahrt mit der steilsten Zahnradbahn geniessen (hat jedenfalls das Schild gesagt) und haben die Felsformation "Three Sisters" bestaunt. Das sind der Aboriginal-Sage nach 3 Schwestern, die von ihrem Vater zum Schutz vor einem Monster in Stein verwandelt wurden. Dummerweise hat der Vater danach seinen Zauberstab verloren und konnte den Spuk nicht mehr rueckgaengig machen. Und die Moral von der Geschicht? Immer auf den Zauberstab aufpassen, Jungs - oder so aehnlich ;-)

Und morgen werd ich mich dann nochmal auf eigene Faust auf 'ne kleine Wandertour begeben. Ich hoffe, das Wetter spielt mit, denn jetzt gerade regnet es (mal wieder) und Donner hab ich auch schon gehoert. Also drueckt die Daumen ;-)

Sonntag, 7. Dezember 2008

Per Fahrrad durch die Hauptstadt

Am Freitag abend ging es also fuer mich mit dem Nachtbus von Melbourne nach Canberra. Nach 10 Stunden Busfahrt und dem gewohnten Nicht-Schlafen-Koennen erreichte ich am Sonnabend frueh Australiens Hauptstadt Canberra. Von vielen wurde ich bereits vorher gewarnt, dass Canberra langweilig waere und nicht wirklich viel zu bieten haette. Ich entschloss mich daher die Stadt mit dem Fahrrad zu erkunden, da man so erstens natuerlich schneller ist und zweitens - auch wenn die Stadt wirklich enttaeuschend sein sollte - man dann wenigstens was fuer die koerperliche Ertuechtigung getan hat und der Tag damit nicht ganz so sinnlos war.

War dann auch wirklich 'ne gute Entscheidung, das Rad zu nehmen. Sagen wir mal so: Canberra is ganz nett, aber wie eine Hauptstadt wirkt es wirklich nicht. Auf mich machte es eher den Eindruck einer riesigen Parkanlage. Alles geht sehr ruhig zu - wahrscheinlich extra so angelegt, damit die Politiker immer ganz entspannt sind und dann auch nur nette Gesetze abschliessen - sollte man bei uns auch mal ueberlegen ;-)

Da Canberra als Stadt an sich also eh nicht wirklich viel zu bieten hatte, konzentrierte ich mich waehrend meiner Tour eher auf das politische Canberra - besichtigte das alte und neue Parlamentsgebaeude, lies mir das australische Wahlsystem erklaeren (irgendwie kompliziert - fragt mich ja nicht danach), schaute mir das Botschaftsviertel an (warum muessen die Botschaften immer in so huegeligen Gegenden errichtet werden - aechz) und entspannte mich am Ende des Tages am Ufer des kuenstlich angelegten Sees. Alles in allem ein durchaus gelungener Tag.

Abends ging es dann weiter mit dem Greyhound nach Sydney - zum Glueck diesmal nur 3 Stunden Fahrt. Ja und jetzt bin ich in dieser Stadt, die noch viel groesser ist als alles was ich bisher gesehen habe. Ich kann euch schon mal verraten - ich liebe es!
Mehr dazu beim naechsten Mal ...

Seid lieb gegruesst!

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Melbourne, ade!

Eine Woche Melbourne liegt hinter mir. Und ich muss sagen, auch wenn ich immer dachte, ich bin ein Grossstadtkind: Das hier war mir doch einfach zu viel! Diese vielen Menschen die hektisch durch die Strassen laufen, hupende Autos, Abgase und Laerm - das alles bin ich nach so langer Zeit in Australiens Outback wahrscheinlich einfach nicht mehr gewoehnt.
Ausser an einem Tag, an dem ich mir das ganze "Sightseeing-Programm" gegoennt habe, habe ich mich daher eher in die Aussenbezirke und Parkanlagen der Stadt verdrueckt. So bin ich einen Tag in den Dandenong Ranges mit der historischen Dampfeisenbahn "Puffing Billy" gefahren. Wirklich ein Erlebnis, zumal wir als Passagiere waehrend der Fahrt in den offenen Fenstern sitzen durften und die Beine baumeln lassen konnten! Vorgestern hab ich den ganzen Tag im Botanischen Garten verbracht, Blumen bestaunt und lesend auf der Wiese gefaulenzt. Und gestern war Kultur angesagt: Zunaechst bei der Besichtigung der "Kunstobjekte" in den "Docklands", der supermodern gestalteten Hafenanlage der Stadt und abends bei zeitgenoessischen Gemaelden und Gitarrenmusik in der Nationalen Kunstgalerie. Die kulinarischen Genuesse hab ich natuerlich auch nicht zu kurz kommen lassen: Ich werde hier zum wahren Sushi-Fan, da es die kleinen Roellchen hier spottbillig an jeder Starssenecke zu kaufen gibt!

Heute abend geht es dann weiter mit dem Nachtbus nach Canberra, das ich mir dann morgen im "Schnelldurchlauf" ansehen werde.

Sonntag, 30. November 2008

Advent, Advent die Sonne brennt ...



Ihr werdet es nicht glauben, aber auch ich komme langsam in Weihnachtsstimmung dank der unzaehligen Vorweihnachtsdekorationen. Etwas seltsam mutet es schon an, bei 25 Grad und Sonne "bekugelte" Tannenbaueme zu sehen und "Frosty the Snowman" oder "White Christmas" auf den Strassen zu hoeren, aber besser als gar nichts ist es allemal.


Mit ein paar Weihnachtsimpressionen aus Australien moechte ich euch allen eine schoene Vorweihnachtszeit wuenschen und immer dran denken ... nicht vom Weihnachtsstress einfangen lassen ;-)


Flotter Dreier

Ich hatte ja bereits erwaehnt, dass ich mir die Zeit im Indian Pacific mit zwei Deutschen beim Skatspielen verkuerzt habe. Da es schon im Zug mit den beiden Jungs recht lustig war, zoegerte ich auch nicht lange als es darum ging, ob wir noch ein Stueck weiter zusammen reisen wollen. Die beiden hatten bereits im Voraus fuer die Strecke von Adelaide nach Sydney einen Dreier-Wicked-Camper gemietet und da hab ich mich dann einfach bis Melbourne mit "reingedraengelt". Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn so richtig viel Platz ist halt in so 'nem kleinen Campervan doch nicht, aber wir haben es alle ohne groessere Quetschungen ueberstanden ;-)

Unsere Reise fuehrte uns wieder an viele nette Orte: in suesse Hafenstaedtchen, in den Grampians Nationalpark, dessen Wasserfaelle trotz derzeitiger Duerreperiode ein tolles Stueck Natur sind und natuerlich entlang der Great Ocean Road. Diese legendaere Kuestenstrasse mit ihren zerkluefteten Felsformationen hat's mir wirklich angetan - einfach atemberaubend.

Wie immer gingen auch die 7 Tage gemeinsamen Reisens mit den Jungs viel zu schnell vorbei und so hiess es letzten Freitag abschied nehmen. Die beiden fahren weiter Richtung Sydney und ich mache mir ein paar schoene Tage in Melbourne.

Im ersten Moment hat mich die 3,5 Millionen-Stadt mit ihren Hochhaeusern und Unmengen von Autos und Menschen doch recht erschlagen. Aber nachdem ich heute stundenlang ueber Troedelmaerkte geschlendert bin (und viel zu viele Sachen gekauft habe, die ich gar nicht brauche ;-) ), zusammen mit Barbara (ja die hab ich hier wieder getroffen - so klein ist Australien) schon etliche der unzaehligen Strassencafes erprobt habe, wirklich lustigen Strassenkuenstlern bei ihrer Arbeit zugesehen habe und am Abend von der Yarra-River-Promenade aus die Skyline bewundern konnte, find ich's hier einfach nur klasse. Bis Freitag werd ich's mir hier richtig gut gehen lassen, dann geht's mit dem Greyhound-Bus weiter nach Canberra und dann nach Sydney, die letzte Station meiner Reise ...

Entschuldigt, dass meine Berichte jetzt zum Ende hin nicht mehr ganz so ausfuehrlich sind, aber mit der Zeit merke ich wirklich, wie mich die ganzen Eindruecke hier einfach nur "ueberfluten" und ich das ganze gar nicht mehr so richtig in Worte fassen kann. Lasst die Bilder auf euch wirken . Wenn ich zurueck in Deutschland bin, werde ich meine Sprache schon wiedergefunden haben :-)

Bis dahin seid lieb gegruesst
von mir

Donnerstag, 20. November 2008

Nie wieder Zug fahren ...

... also jedenfalls keine 2600 Kilometer am Stueck. Ich habe gerade 42 Stunden von Perth nach Adelaide im Zug - diesmal nicht der "Ghan" sondern der "Indian Pacific" - verbracht. Wie bei der Fahrt mit dem Ghan fand ich auch diesmal die Atmosphaere im Zug supertoll und habe es genossen, die eintoenige Outbacklandschaft an mir vorbeiziehen zu sehen. Aber nachts ist es einfach nur schrecklich, da man in den Sitzen einfach keinen Schlaf findet. Gott sei dank hab ich gleich am Bahnhof 2 Deutsche kennengelernt. Mit Skat spielen, Kreuzwortraetseln und genuegend Whiskeycola im Bordbistro haben wir uns die halbe Nacht um die Ohren geschlagen und unbequemes Schlafen einfach vermieden. Dementsprechend muede bin ich jetzt natuerlich auch, deshalb gibt' s heute nur dieses ganz kurze Lebenszeichen von mir - alles weitere schaut ihr euch einfach in der Diaschau an, gell?
Verschlafene Gruesse an euch alle :-)

Sonntag, 16. November 2008

Ein bisher unbekanntes Australien

Auch wenn ich euch mit Fotos leider immer noch auf spaeter vertroesten muss (irgendwie hat sich die PC-Welt gegen mich verschworen), so will ich doch an dieser Stelle noch ein paar Eindruecke von der letzten Woche im Suedwesten des Kontinents loswerden.

In der Region um Walpole und Pemberton haben wir erstmals eine Landschaftsform gesehen, die wir so in Australien noch gar nicht hatten: Wald!!! Und zwar richtig grosse Eukalyptusbaeume mit beeindruckendem Umfang. Auch wenn die Australier diese seltenen Waelder immer noch mit Freude abholzen und das Holz exportieren, hatten wir (noch) genuegend Gelegenheit, frische Waldluft zu schnuppern. Und welch' Ueberraschung: Die Australier haben sich aus Bad Langensalza die Idee mit dem Baumkronenpfad abgekuckt ;-) - hier heisst das ganze dann "Tree Top Walk" und ist in 40 Metern Hoehe noch 'nen Zacken imposanter, aber immerhin. Noch imposanter war der "Gloucester Tree", ein Baum-"Hochsitz" in 61 Metern Hoehe, von dem aus die Waldranger frueher nach eventuellen Feuern im Umland Ausschau gehalten haben. Den Baum, in den nur ein paar Stahlstaebe gehauen sind und der sonst keinerlei Sicherung aufweist, kann man auch heute noch besteigen. Ich hatte leider nicht die richtigen Schuhe dabei und bin dann doch nach ein paar Stahlsprossen wieder umgekehrt ;-)

Ansonsten ist der Suedwesten wesentlich dichter besiedelt als der Norden Westaustraliens. Also keine einsamen Highways und Roadhaeuser mehr, sondern nette kleine Staedtchen, denen man die englischen Urspruenge in der Architektur und im Flair noch anmerkt. Die letzten Tage haben wir in Fremantle, so 'ne Art Vorort von Perth, verlebt und uns in die relaxte Atmosphaere des Staedtchens verliebt - eine komplette Strasse hier heisst umgangssprachlich "Cappucino-Strip", da konnte man ausfuehrlich Kaeffchen trinken - toll!

Ja, und jetzt aktuell erkunden wir Perth - eine 1,4 Millionen Stadt, die aber gar nicht so riesig wirkt und aehnlich wie Adelaide wieder diese tolle Mischung aus alten und neuen Gebaeuden hat. Und noch was fuer die Maedels: Heath Ledger wurde hier geboren (wusste ich vorher auch noch nicht) und da muessen wir uns natuerlich noch auf 'ne Heath-Gedaechtnisrunde begeben...

Bis demnaechst liebe Gruesse aus dem 27 Grad warmen und schon weihnachtlich geschmueckten (wirklich sehr schraeg!!!) Perth an euch alle!!!

Alles hat ein Ende ...


... so auch die gemeinsame Zeit von Barbara, mir und unserem geliebten Campervan "Skully". Schnief :-(

Nachdem wir in der letzten Woche noch ausgiebig den Suedwesten Australiens erkundet haben, hiess es fuer uns
heute in Perth Abschied nehmen. Nach 8000 gemeinsam erlebten und gefahrenen Kilometern entlang der australischen Westkueste steht Skully wieder im Wicked-Depot und Barbara und ich sind zum wirklichen Backpacker-Leben zurueckgekehrt. Ich muss mich erst wieder dran gewoehnen, das Zimmer jetzt wieder mit mehr als einer Person zu teilen, in verklebten Hostelkuechen zu kochen und mein ganzes Hab und Gut nur in meinem Rucksack zu verstauen und immer mit mir rumzuschleppen. Aber ich freue mich auch auf die verbleibenden 4 Wochen hier in Down-Under, die hoffentlich noch einiges zu bieten haben. Die naechsten 2 Tage werden wir uns ausfuehrlich Perth widmen - eine supertolle Stadt mit unheimlich viel Flair wie ich finde. Am Mittwoch geht es dann fuer mich mit dem Zug (diesmal nicht der Ghan, sondern der Indian Pacific) wieder nach Adelaide und von dort aus schlage ich mich dann irgendwie nach Sydney durch. Barbara bleibt noch etwas laenger in Perth, weil sie Sydney und das Umland schon gesehen hat. Von daher heisst es am Mittwoch nochmals Abschied nehmen: Barbara und ich setzen unsere Reise dann jeweils allein fort und sehen uns dann aber spaetestens in Sydney wieder. Soweit der Plan, wir werden sehen, wie das dann alles in echt so wird ...

Sonntag, 9. November 2008

Auf den Spuren von Roger Whittaker ... Von Geraldton nach Albany

Naja ich gebe zu, der Roger hat sicherlich ein anderes Albany besungen, denn die Berge von Northern Green umgeben uns hier nicht, aber wir befinden uns wirklich gerade in Albany und ich komme nicht umhin, die ganze Zeit dieses Lied zu singen ;-) ... und hab dafuer auch schon meine Strafe bekommen wie Ihr seht ;-)

Wir haben mal wieder eine aufregende Woche hinter uns, aber das habt ihr sicher auch nicht anders vermutet. Neben weiteren Naturkuriositaeten wie den Pinnacles (das sind bis zu 4m hohe Kalksteinsaeulen, die einfach so in der Gegend rumstehen), widerfuhr uns das sicherlich schoenste Erlebnis der Woche in der kleinen unbekannten Stadt York. Wir wollten uns eigentlich nur ein wenig in der Touristinfo umschauen. Zufaellig sahen wir, dass im Saal nebenan gerade eifrig geschmueckt wurde und neugierig wie wir sind, haben wir natuerlich nachgefragt was hier so passiert. Uns wurde dann gesagt, dass am selben Abend ein "Boot Scooter Hoedown" stattfindet. Ja genau so haben wir auch gekuckt ;-) Auf Deutsch gesagt ist das ein Tanzabend des oertlichen Linedance-Vereins, sprich alle stehen in einer Reihe und tanzen zu Countrymusik. Wir wurden dann auch gleich dazu eingeladen und nachdem wir nicht so genau wussten, wo wir mit unserem Camper in York die Nacht verbringen sollen, bot uns eine der Linedance-Ladies dann auch gleich noch an, dass wir doch einfach bei ihr auf dem Grundstueck campen koennten. Da sagt man natuerlich nicht nein. Wir haben uns dann auch sofort in unsere Gasteltern Judy und Kelvin "verliebt", die sich einfach supersuess um uns gekuemmert haben. Der Linedance-Abend war dann auch superklasse. Ich wollte bei sowas ja schon immer mal zusehen und hab mich sogar in ein, zwei Taenzen versucht, aber davon gibt's zum Glueck keine Fotos :-) Es war ein sehr gelungener Abend, auch weil wir gleich superfreundlich von allen aufgenommen wurden und jeder wissen wollte woher wir kommen, was wir so machen usw. - einfach typisch australische Offenheit (wie werd ich das in Deutschland vermissen). Ja und heute morgen durften wir dann bei Judy und Kelvin noch ein sehr leckeres Sonntagsfruehstueck geniessen. Am liebsten waeren wir hier noch etwas laenger geblieben, aber wir wollen ja noch ein bissle was von Westaustralien erkunden ... Uns bleibt naemlich nur noch eine Woche mit unserem "Scully", dann muessen wir fuer die restlichen 4,5 Wochen Australien (viel Spass beim Rechnen, Beate ;-) ) wieder zum schnoeden Backpacker-Leben zurueck.

Fotos kann ich heute leider noch nicht liefern, da der Rechner streikt. Aber die werden definitiv "nachgeliefert".

Ach ja, die "Dream-Team"-Postkarte ... Kleiner Tip: Einfach mal genau das Adressfeld studieren.
Viel Spass beim Raetseln und liebe Gruesse

Montag, 3. November 2008

Die Strasse hat uns wieder ... Von Coral Bay nach Geraldton


So richtig wollten wir uns den Schnorcheltrip in Coral Bay nicht vermiesen lassen ... Deshalb haben wir Petrus einfach ueberlistet und sind einen Tag laenger in dem Resort-Staedtchen geblieben, das uns mit seinen Touristenpreisen ansonsten eher abgeschreckt hat. Aber es hat sich wirklich gelohnt: Bei strahlendem Sonnenschein konnte ich mich am naechsten Tag zum ersten Mal im Schnorcheln erproben - und ich hab's ueberlebt ;-) Es war einfach ueberwaeltigend, die ganzen Korallen (die hier leider nicht so farbenfroh sind, da sie zu den harten Korallen gehoeren) aus der Naehe zu betrachten und von zahlreichen Fischen umgeben zu sein. Die Fische wurden von unserem Bootskapitaen durch Futter angelockt und verwechselten uns manchmal sogar mit diesem, sprich man hatte schon mal einen Fisch an sich rumknabbern - wirklich lustig.

Gluecklich, das Schnorcheln doch noch erleben zu duerfen, setzten wir am naechsten Tag unseren Trip Richtung Sueden fort, wo weitere wahre Naturschauspiele und -erlebnisse auf uns warteten: In Monkey Mia standen wir nur einen Meter entfernt von Delfinen im Wasser und durften bei deren Fuetterung mithelfen. Zahlreiche weisse Straende und tuerkisblaues Meer luden hier ausserdem zum Traeumen ein. Einige Straende bestanden aus einer meterdicken Schicht kleiner Muscheln, die durch das Salzwasser so fest miteinander "verklebt" waren, dass sie sogar in Form von "Muschelbloecken" als Baumaterial verwendet wurden.

Weiter suedlich im Kalbarri Nationalpark erlebten wir eine uns hier in Australien bislang unbekannte Vegetationszone: Wir fuhren durch eine dichte Buschlandschaft (mit zum Teil sogar Tannenbaum-aehnlichen Gewaechsen), in der als Farbtupfer pinkfarbene, blaue und gelbe Wildblumen wuchsen - und es roch so schoen nach Fruehling! Hier konnten wir auch mal wieder sehen, welch faszinierende Bauwerke die Natur erschafft - wirklich atemberaubend durch das "Nature's Window" sprich das Fenster der Natur auf den Murchison River zu blicken! In dem suessen Staedtchen Kalbarri hatten wir dann bei der morgendlichen Pelikanfuetterung mal wieder Gelegenheit zur "Nahtierbeobachtung".

Immer mal mit einem Fotostopp an einem der rauhen Felsenkliffe, vorbei an einem pinkfarbenen See und entlang unzaehliger Weizenfelder (hier ist grad Weizenernte und ich fuehl mich mit den vielen Maehdreschern schon arg an Deutschland erinnert) fuehrte uns die Fahrt gestern dann nach Geraldton - eine sehr huebsche und mit 20.000 Einwohnern auch endlich mal wieder belebtere Hafenstadt, die wir heute dann in einem ausfuehrlichen Fussmarsch erkundeten.

Soweit der aktuelle Stand der Reise. Natuerlich, liebe Beate P., mache ich auch von allen Erlebnissen zahlreiche Fotos - muessten jetzt so an die 5000 sein :-) Ich fotografiere sogar extra exotische Blueten in Nahaufnahme - nur fuer Sie ...

Liebe Gruesse von mir!

Montag, 27. Oktober 2008

On the road again ... Von Broome nach Coral Bay

Mit unserer Ankunft in Broome hatten wir das Gebiet der Kimberley, das mit 420.000 Quadratkilometern groesser als Deutschland ist, aber nur etwa 30.000 "Einwohner" - davon ein Drittel Aboriginal People - zaehlt (um hier mal'n bissle Reisefuehrerwissen einzubringen), hinter uns gelassen. So schoen es auch war, diese menschenleere Gegend zu durchfahren und nur alle paar hundert Kilometer an einem Roadhouse vorbeizukommen, so sehr hatten wir doch auch darauf gehofft, ab Broome mal wieder ein bissle in die Zivilisation und "unter Leute" zu kommen - doch da hatten wir Westaustralien falsch eingeschaetzt.

In Broome verbrachten wir einen schoenen Tag mit Sightseeing - in frueheren Zeiten boomte hier die Perlentaucherindustrie, wovon alte Perlenschiffe, nette Perlengeschaefte und der chinesische und japanische Friedhof (die meisten Perlentaucher wurden aus diesen Laendern "importiert") noch heute zeugen.

Auf unserer weiteren Fahrt erwartete uns dann jedoch wieder der eintoenige Highway und rechts und links davon unendliche Weiten. Aber irgendwie hat das ja auch was. Ab Port Hedland, ein recht grosser Hafen fuer den Export von Eisenerz und Salz, verliessen wir den Kuestenhighway und begaben uns ins Landesinnere. Nun durchquerten wir die Pilbarra-Region, sozusagen die Schatzkammer Australiens, da es hier reichhaltige Eisenerzvorkommen (ich glaub sogar die groessten der Welt?) gibt. Die Landschaft gefiel uns dank faszinierender Hoehenzuege dann auch wieder um einiges besser.

Ein absolutes Highlight war dann der Besuch des Karijini Nationalparks. Unser "Scully" hielt die hubbeligen, roten Sandpisten tapfer durch und brachte uns zu phantastischen Naturschauplaetzen. Wir genossen die Ausblicke auf die zahlreichen Schluchten und durchwanderten eine davon in Eigenregie. Fuer das ueber Stock & Stein - Geklettere wurden wir mit einem erfrischenden Bad in den zahlreichen Pools (heisst das so?), die sich in den Schluchten befinden, entlohnt. Ganz mit der Natur im Einklang verbrachten wir die Naechte im Nationalpark im Busch-Camp - also keine Duschen und nur Plumpsklo. Immer wieder eine Erfahrung, aber nach zwei Tagen freut man sich dann doch tierisch ueber eine schoene Dusche - ihr habt Glueck: ihr seht nur die Fotos und muesst nichts riechen ;-)

Die naechste Station war dann fuer uns Exmouth. Auch hier erkundeten wir mal wieder einen Nationalpark - diesmal mit vielen weissen Straenden und tuerkisblauem Wasser - einfach traumhaft! Vor der Kueste von Exmouth erstreckt sich auf 260 km Laenge das Ningaloo-Reef, das laut Reisefuehreraussagen sogar noch toller als das Great Barrier Reef sein soll. Wir wollten uns bei einem Schnorcheltrip davon ueberzeugen und begaben uns gestern in die Schnorchelhochburg Coral Bay. Leider scheint Petrus was gegen unser Vorhaben zu haben: Diese Nacht regnete es in Stroemen und jetzt ist es total windig und troepfelt ab und an immer noch.
Aber so ergibt sich immerhin mal ein bissle Zeit fuers Internet.

So ich denk, das waren mal wieder genug Informationen.
Seid alle lieb gegruesst und lasst es euch gut gehen!

Sonntag, 19. Oktober 2008

Roadtrip die Erste ... Von Darwin nach Broome


In den letzten 7 Tagen hat uns "Scully", wie wir unseren Mitsubishi-Campervan liebevoll nennen, sicher von Darwin nach Broome gebracht - immerhin 2200 km!!! Neben unendlich langen, einsamen Strassen und vielen toten Kaenguruhs und Rindern haben wir auf dieser Strecke eine ganze Menge gesehen und erlebt.

Das alles aufzuschreiben wuerde mal wieder viel zu lange dauern, deshalb die Highlights in Kurzform: Da uns eine gefuehrte Wandertour durch die Kimberley-Region (so heisst das riesige Gebiet im Nordwesten Australiens) zu teuer und aufgrund der tropischen Hitze auch zu anstrengend erschien, beschlossen wir, uns einen Teil der Kimberley einfach aus der Vogelperspektive anzusehen. In einem kleinen 8-Mann-Flugzeug flogen wir von Kununurra aus ueber den Lake Argyle und die Bungle Bungles. Zum Teil ganz schoen wackelig dieser 2-stuendige Flug, aber nicht nur deswegen atemberaubend. Wir waren einfach nur ueberwaeltigt, die phantastische Landschaft und vor allem die charakteristischen Felskuppen der Bungle Bungles von oben betrachten und ganz dicht ueber die engen Schluchten fliegen zu koennen. Am selben Abend goennten wir uns dann noch eine Fahrt auf dem BBQ-Boot, auf der uns - wie der Name schon sagt - ein tolles australisches BBQ mit ganz viel lecker Fleisch serviert wurde. Ein weiteres tolles Naturerlebnis war die Bootstour durch die Gejki-Gorge, auf der wir neben spektakulaeren Felsformationen auch mal wieder Krokodile und zahlreiche Voegel aus der Naehe betrachten konnten.

Neben diesen gebuchten Touren (leider kann man die nicht jeden Tag machen, da sie doch das normale Backpacker-Budget ueberschreiten) geniessen wir einfach das "Trucker"- und Campingleben. Es ist schon ein Erlebnis an sich, den Highway "entlangzuduesen" (aufgrund des enormen Benzinverbrauch haben wir eine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von 80 KM/h ;-) ), australische Volkslieder von John Williamson zu hoeren ("Waltzing Mathilda" kann ich fast auswendig) und dem Gegenverkehr (wenn denn mal jemand kommt) zuzuwinken.

Die Naechte verbringen wir auf Campingplaetzen, wo wir bisher immer sehr nette Australier getroffen haben, die uns dann auch gleich immer ihre komplette Lebensgeschichte erzaehlen - wirklich sehr interessant. Unser derzeitiger Campingplatz hier in Broome ist uebrigens spitzenmaessig: Heute frueh sind wir aufgewacht und konnten direkt aus unserem Bett heraus den Sonnenaufgang ueber dem Meer beobachten - traumhaft schoen!

Morgen geht unsere Reise dann entlang der Kueste in Richtung Perth weiter.
Bis zum naechsten Bericht geniesst die neue Diaschau und traeumt euch ins warme Australien!

Montag, 13. Oktober 2008

Erstens kommt alles anders ...




... und zweitens als man denkt.

Eigentlich wollte ich ja von Adelaide aus an der Suedost-Kueste entlang nach Melbourne und dann weiter nach Sydney reisen und von dort aus dann Anfang November nach Deutschland zurueckfliegen. Als mir Barbara aber erzaehlte, dass sie die Westkueste bereisen moechte, war ich auch gleich Feuer und Flamme, da uns schon viele Backpacker von der Schoenheit dieses Landstriches vorgeschwaermt haben. Kurzentschlossen habe ich dann meine Reiseplaene geaendert. Die Suedostkueste muss noch ein wenig warten und dementsprechend verschiebt sich auch meine Ankunft in Deutschland um ein paar Wochen. Den trueben November werde ich sicher sowieso nicht vermissen und zu Weihnachten bin ich dann auf alle Faelle wieder daheim (Weihnachten in so einer Hitze wie hier kann ich mir naemlich beim besten Willen nicht vorstellen).

Von Adelaide aus bin ich also am Sonnabend wieder nach Darwin zurueck geflogen, wo ich mich mit Barbara getroffen habe. Auch wenn ich am Flughafen leider mein Taschenmesser eingebuest habe (hatte es dummerweise im Handgepaeck vergessen), so war es doch ein unglaublich schoener Flug ueber die roten Weiten des Outbacks und den riesigen Salzsee Lake Eyre. In Darwin war es anders als noch vor 8 Wochen wirklich unertraeglich heiss (selbst duschen bringt kaum was, da man schon beim Abtrocknen wieder anfaengt zu Schwitzen - eklig), so dass wir uns hier gar nicht mehr lange aufgehalten haben. Schnellstmoeglich haben wir uns einen ganz schnuckeligen Campervan mit dem suessen Namen "Skullflower" (was soviel heisst wie Totenkopfblume) gemietet und sind seid gestern mit unserer eigenen kleinen Behausung in richtung Westkueste unterwegs. Das Linksfahren macht uns bislang keine Schwierigkeiten und wir hoffen einfach mal, dass das so bleibt. Unsere erste Nacht haben wir auf einem Campingplatz in der Naehe von Katherine verbracht. Obwohl das Doppelbett im Camper wirklich sehr bequem ist, haben wir kaum geschlafen, da uns die schwuele Hitze (nachts sicher immer noch um die 25 Grad) und die Moskitos zu schaffen gemacht haben. Aber so ist halt das wahre Camperleben...

So jetzt seid Ihr wieder auf dem laufenden. Tut mir ja wirklich leid, dass sich aufgrund meines laengeren Aufenthaltes nun noch mehr Fotos anhaeufen werden, aber der Winter in Deutschland kann ja verdammt lang werden und dann haben wir wenigstens Spass bei zahlreichen Australien-Abenden ;-)

Sonntag, 12. Oktober 2008

Aller guten Dinge sind drei.


Ganz in diesem Sinne war das wwoffing auf Kangaroo Island fuer mich dann auch die bisher aufregendste und abwechslungsreichste Farm-Erfahrung unserer bisherigen Reise. Mit Bob haben wir einen host erwischt, der sich einfach supersuess um uns gekuemmert und uns in fantastischer Weise sowohl die Insel als auch das Farmleben naeher gebracht hat.
Wer schon bei den Bildern vom Weingut nicht glauben konnte, dass ich fuer die Farmarbeit geschaffen bin, der haette nicht schlecht gestaunt zu sehen, wie ich zusammen mit Manja tote Huehner vom Truck abgeladen habe (die toten Tierchen werden verbuddelt und dienen dann als Duenger) oder wie wir im Schweisse unseres Angesichtes Schafe angepackt haben, um sie in ein Gatter zu treiben, wo sie dann von Bob den Popo geschoren bekommen haben. Manchmal haben wir auch einfach nur den Gemuesegarten gewaessert und abgeerntet, sind auf der Ladeflaeche des Pick-Up mitgefahren waehrend Bob zusammen mit seinem Hund die Schafherde zusammen getrieben hat oder haben blaue Maennchen als Symbole fuer die bevorstehende Prostata-Krebs-Woche ausgeschnitten. Also wirklich mega abwechslungsreich und super interessant.
Genuegend Freizeit hatten wir natuerlich auch. Und die haben wir damit verbracht, zahlreiche supernette Freunde von Bob kennenzulernen und die Insel zu erkunden. Einen ganzen Tag lang ist Bob mit uns zu den spektakulaeren Sehenswuerdigkeiten der Insel gefahren und wir waren einfach nur von der Schoenheit der Natur ueberwaeltigt. Sicherlich eins der einpraegsamsten Erlebnisse war fur uns das naechtliche Fischen. Waehrend Bob das Boot gesteuert und uns mit einem riesigen Scheinwerfer geleuchtet hat, mussten wir mit einem Netz "Garfische" (also ich kenn mich ja nicht so richtig aus, aber ich glaub in Deutsch ist das 'n Schwertfisch) fangen - sensationell und wir waren mit 60 Fischen in zwei Stunden auch recht erfolgreich. Noch aufregender wurde das naechtliche Fischen durch zwei Delphine, die direkt um unser Boot herumschwammen und doch tatsaechlich versucht haben, den Fisch, den wir fangen wollten, auch zu fangen - einzigartig!
Eine weitere grossartige Tiererfahrung hatten wir im Haus von Bobs Nachbarn Dennis, wo wir zahlreiche Kaenguruhs in unmittelbarer Naehe sehen und sogar fuettern konnten. Schon lustig, wenn einem so ein kleines Kaenguruh Nuesse direkt aus der Hand frisst.
Also Ihr seht, es waren ereignisreiche Tage auf Kangaroo Island. Sicherlich hab ich auch wieder ganz viel vergessen aufzuschreiben, aber das kann ich Euch dann ja irgendwann mal persoenlich erzaehlen.
Bis dahin seid alle lieb gegruesst!

Sonntag, 28. September 2008

Heimatwochen in Australien

In der vergangenen Woche hab ich fast vergessen, dass ich mich zur Zeit in Australien befinde. In unserem hostel uebernachteten vorwiegend Deutsche, so dass mein Englisch momentan ganz schoen verkuemmert ist. Im Gespraech mit einem deutschen Backpacker stellte sich dann sogar noch heraus, dass er aus dem Erzgebirge ist und in Jena studiert hat - also so richtig Heimat! Zusammen mit ihm und Barbara, einen netten Bayerin, fanden wir uns schnell zu einer kleinen deutschen Reisegruppe zusammen und erkundeten in einem Tagesausflug das nahe gelegene Barossa Valley. Dieses Weinanbaugebiet ist ebenfalls sehr deutsch gepraegt - hier findet man Ortsbezeichnungen wie Hahndorf und Kaiserstuhl sowie zahlreiche Fleischer, die Mettwurst, Wiener und aehnliches anbieten - wirklich skuril! Wir kamen dann natuerlich nicht umhin, uns in ein Restaurant zu begeben, dessen Inhaber aus dem Schwabenland hierher gesiedelt ist und der phantastische deutsche Gerichte auf der Speisekarte hatte. Ich hab mir ein Eisbein gegoennt und es war wie ihr auf dem Bild sehen koennt gigantisch! Echt lecker! Das Eisbein war dann auch eine gute Grundlage fuer die anschliessende Tour durch die Weinkellereien des Ortes, bei der wir natuerlich nicht drum herum kamen, ueberall die leckeren Weine zu probieren ;-)

Ja und nun neigt sich unsere Zeit hier in Adelaide langsam, aber sicher dem Ende. Manja hat sich wieder gut erholt, so dass wir morgen nach Kangaroo Island uebersetzen, wo wir fuer die naechsten 10 Tage nochmals ein wenig Farmarbeit erleben wollen. Es wird unsere letzte gemeinsame Unternehmung auf dieser Reise sein, da sich Manja danach hier in der Gegend einen richtigen Job suchen will (immerhin muss sie sich hier ja ein ganzes Jahr ueber Wasser halten).
Hoechstwahrscheinlich werde ich mich trotzdem nicht allein durchschlagen muessen, da Barbara und ich uns zum gemeinsamen Weiterreisen und Abenteuer erleben entschieden haben.
Ihr duerft also weiter gespannt sein ...

Montag, 22. September 2008

Ein bisschen Aufregung und wieder Adelaide!

Da Manja ja sehr interessiert in das wirklich australische Leben ist und bereits in Alice Springs sehr vom Royal Flying Doctor Service beeindruckt war, "entschloss" sie sich, diesen Service einmal selbst zu erproben. Mit starken Bauchschmerzen wurde sie letzte Woche Sonntag von Waikerie nach Adelaide ins Hospital geflogen. Nach einer Woche Krankenhaus-Vollverpflegung und einigem nervenaufreibenden Hin- und Her (die Aerzte konnten sich zeitweise nicht so richtig fuer eine Behandlungsmethode entscheiden) konnte sie gestern zum Glueck wieder ins Backpacker-Leben entlassen werden. Sie hatte eine Blinddarm- und wohl auch Gallenblasenentzuendung, die die Aerzte aber soweit mit Antibiotika wieder in den Griff bekommen haben - hoffen wir! Jetzt heisst es fuer uns, erstmal noch ein paar Tage in Adelaide bleiben, um auch wirklich sicher zu gehen, dass sie wieder vollstaendig genesen ist.

Waehrend Manjas Krankenhausaufenthalt erkundete ich Adelaide nochmals auf eigene Faust. Ich fand die Stadt ja bereits bei unserem ersten Zwischestop sehr lohnenswert. So jubelte ich mit hunderten Australiern den australischen Olympioniken bei der Willkommensparade zu - jetzt weiss ich wenigstens, dass Australien mit Steve Hooker im Stabhochsprung Gold geholt hat (der ist jetzt hier der absolute Nationalheld). Bei einem Ausflug nach Port Adelaide machte ich mich auf die Suche nach Delphinen - 4 Stunden lang rannte ich an alle beschriebenen Delphin-Hotspots - ohne Erfolg. Und als ich dann schon zum Bus zurueck wollte, taucht doch auf einmal so ein suesser Kerl -also ein Delphin ;-) - vor mir auf - einfach traumhaft!

Netterweise kann ich wieder im Hostel putzen, so dass ich mir also wieder das Geld fuer die Unterkunft spare. Ach ja: Neben dem Putzen habe ich meine Kompetenzen wieder um einiges erweitert. Manja habe ich einen neuen Haarschnitt verpasst (und sie hat mir danach nicht die Freundschaft gekuendigt) und beim Babysitten fuer die Besitzer unseres hostels habe ich erstmals einen Windelwechsel bei 'nem richtigen Kind vorgenommen - ich weiss, sehr spaet mit 29, aber besser spaet als nie, gell ;-) Also ihr seht, wenn ich wieder zurueck komme, bin ich ein echtes "Allroundtalent" :-)

Farmarbeit - diesmal richtig!

























Ja, ihr seht richtig - ich beim Arbeiten in der freien Natur!

Da unser erster Wwoofing-Job auf der Rinderfarm ja rein arbeitstechnisch nicht so wirklich prickelnd war, versuchten wir unser Glueck mit der Farmarbeit vor gut zwei Wochen auf einem Weingut, etwa drei Stunden mit dem Bus von Adelaide entfernt.

Und wir hatten wirklich Glueck. Mit den Armstrongs hatten wir eine wirklich nette Gastfamilie erwischt, bei der wir das Leben eines Weinbauerns hautnah miterleben konnten. Momentan wird der Wein auf das weitere Wachstum vorbereitet - was ich da auf dem Bild mache, nennt sich im Englischen "pruning" und ist im Endeffekt das Beschneiden der Weinstoecke, damit neue, frische Triebe nachwachsen koennen. Eigentlich eine recht einfache Arbeit, auch wenn meine Finger am Ende eines 5-Stunden-Arbeitstages doch etwas wehtaten - das hat man vom ewigen Stadtleben ;-) Die Aktivitaeten an den Nachmittagen liessen kleine Wehwehchen dann aber sofort vergessen: Unser Gastvater Bruce brachte uns Quad-Fahren bei - einfach genial mit diesen Teilen ueber die Sandduenen zu brausen! Mit dem aeltesten Sohn der Familie hatten wir viel Spass beim Angelausflug auf dem Murray-River - Fische haben wir zwar nicht gefangen, aber das Bier war lecker ;-). Auf einer naechtlichen Safari mit Bruce beobachteten wir Kaenguruhs, Fuechse und Hasen und bei einem Spaziergang mit unserer Gastmutter Susan sahen wir unseren erstenm Koala. Und wenn wir nach so viel Abenteuer Appetit auf was Frisches hatten, bedienten wir uns einfach am Orangenbaum im Garten - einfach in die Orange reinbeissen und "auszutscheln" - megalecker!!!

Wir haetten gut und gerne ein paar Tage mehr hier verbringen koennen, aber ...

Extralob fuer Peter K. !!!

So endlich finde ich mal wieder etwas Zeit meinen blog zu aktualisieren. Sorry fuer die etwas laengere Pause, aber es war einiges los, wie ihr gleich lesen koennt.
An dieser Stelle mal wieder ein Dank an die fleissigen Kommentar-Schreiber - immer schoen, was von euch zu hoeren. Besonders hab ich mich natuerlich gefreut, dass auch "Chefchen" die Technik besiegt hat - deshalb gibt's als Extra-Dank von mir fuer Sie das Foto mit der "Peter-K.-Gedaechtnispose" ;-) - grad vor ein paar Sekunden aufgenommen!

Seid alle lieb gegruesst
und nicht vergessen:
immer fleissig lesen und schreiben :-)

Samstag, 13. September 2008

Fruehling in Adelaide


In Adelaide verbrachten wir 4 Tage. An den Vormittagen gingen wir unserem Job als "Raumpflegerin" nach und die Nachmittage nutzten wir zum Erkunden der City. Im Migration-Museum erfuhren wir viel Interessantes ueber die Besiedelung Australiens und die Bedeutung Australiens als Zufluchtsort fuer viele Deutsche nach dem Zweiten Weltkrieg, beim Schlendern an der Flusspromenade sahen und fuetterten wir unseren ersten Pelikan und am Strand von des Vorortes Glenelg genossen wir bei wunderbaren Fruehlingstemperaturen Weintrauben und liessen uns von Moewen vollsch... - na Hauptsache es bringt Glueck ;-)
Dank eines netten Ehepaares, das wir im Hostel kennengelernt hatten, kamen wir dann auch noch in den Genuss uns die "Royal Adelaide Show" anzusehen. Sie schenkten uns Eintrittskarten fuer die Show, die - anders als der Name vermuten laesst - keine koenigliche Darbietung, sondern eine Landwirtschaftsausstellung ist. Fuer uns Stadtkinder war's dann richtig interessant, live mit ansehen zu koennen wie ein Schaf geschoren wird und wie es aussieht, wenn Kuehe mit der Melkmaschine Milch abgezapft bekommen. Ein bisschen ulkig fand ich die Gefluegel- und Taubenausstellung, bei der nicht nur die Tiere, sondern sogar die von ihnen gelegten Eier praemiert wurden. Immerhin rettete uns das Tauben-Anschauen vorm Nasswerden - bereits zum zweiten Mal erlebten wir einen einen der seltenen australischen Regenschauer.

Donnerstag, 4. September 2008

Was passiert in Deutschland?

So, da ich jetzt ja zur Abwechslung mal wieder ganz schoen viel geschrieben habe, interessiert mich natuerlich auch, was es neues in der Heimat gibt. Wir sind ja hier ueberraschenderweise ziemlich viel mit dem Herumreisen beschaeftigt ;-) und kommen grad mal so dazu, alle paar Tage unseren Blog zu aktualisieren, so dass fuer Nachrichten schauen oder im Internet lesen einfach keine Zeit bleibt. Wenn ihr also Zeit und Lust habt schreibt doch einfah mal einen Kommentar mit den neuesten Neuigkeiten - aber bitte nichts Intimes da es ja eine oeffentliche Seite ist :-), sondern eher so in die Richtung, was so bei Olympia fuer Deutschland rausgekommen ist oder aehnliches.
Wuerde mich echt freuen, von euch zu hoeren ...

Bis dahin
LG

Opalfieber in Coober Pedy



Nach der Uluru-Tour genossen wir nochmals eine Nacht (und nach 3 Tagen Buschcamp auch endlich mal wieder eine ordentliche Dusche) in der Jugendherberge in Alice Springs. Frisch ausgeruht bestiegen wir dann am naechsten Morgen den Bus nach Coober Pedy - einem kleinen Oertchen mit etwa 3000 Einwohner, das so ziemlich nichts zu bieten hat ausser einer Menge Opal. So ziemlich jeder Einwohner hat hier sein kleines Stuckchen "Opalfeld" auf dem er nach Herzens Lust nach dem Edelstein buddeln kann - nur die wenigsten werden dabei fuendig ...

So trostlos die Stadt auf den ersten Blick auch wirken mag, wir haben sie recht schnell in unser Herz geschlossen und fanden es einfach nur spannend hier zu sein. Die Nacht verbrachten wir in einem Dugout, das heisst in einem hostel unter der Erde - erinnerte irgendwie an ein Verlies und regte meine Phantasie von Axtmoerdern und aehnlichem hervorragend an (vor allem als mir nachts halb zwoelf unser Zimmernachbar noch ein Gespraech aufdraengeln wollte und Manja schon schlief), war im Endeffekt aber wirklich sehr nett und charakteristisch fuer dieses Staedtchen.

Waehrend einer 4-stuendigen Rundfahrt erfuhren wir allerhand ueber die Opalgewinnung, besichtigten eine Untergrund-Kirche, sahen das faszinierende Dugout von Crocodile Harry (ein echter Freak, der neben Oplaen auch BHs seiner Besucherinnen sammelte), hatten einen kurzen Blick auf den legendaeren Dingo-Zaun, der Australien von der West- bis an die Ostkueste durchquert, und konnten uns sogar selbst im Opalsuchen versuchen (ich hatte nicht wirklich Glueck - bin also leider immer noch nicht reich).

Ach wenn wir gern noch etwas laenger in Coober Pedy geblieben waeren - irgendwann kauf ich mir hier sicher mal ne Mine ;-) - hiess es nach einem Tag schon wieder Abschied nehmen. Mit dem Greyhound ging es dann wie schon erwaehnt ueber Nacht nach Adelaide und nun warten wir gespannt was uns hier alles so widerfaehrt ...

3 Tages-Tour zum Uluru ...


... vielen sicherlich besser bekannt als Ayers Rock - dem Wahrzeichen Australiens schlechthin.

Also Heimweh kam bei dieser Tour auf alle Faelle nicht auf! Grund Nr. 1 dafuer: In unserer Reisegruppe von insgesamt 24 Leuten befanden sich neben uns noch 9 weitere Deutsche, so dass es also wirklich keine Sprachbarrieren gab. Und Grund Nr. 2: Einen ganzen Tag lang regnete es wie aus Eimern - und das Mitten im Outback - einer der trockensten Gegenden der Welt. Kommt nicht jeder in den Genuss, das mal miterleben zu duerfen, aber wir haetten auch drauf verzichten koennen (zumal wir die entsprechend kalten Naechte wieder unter freiem Himmel in einem swag verbrachten - da konnte uns der wahnsinnig tolle Sternenhimmel nur bedingt ueber die klammen Sachen hinwegtroesten).

Die Tour an sich war trotz des kurzen Wetteraussetzers mal wieder sehr lohnenswert. Natuerlich durfte der obligatorische Sonnenauf- und Untergang am Uluru nicht fehlen. Obwohl der Uluru natuerlich ein wahnsinnig beeindruckendes "Stueckchen" Stein ist (vor allem wenn man seine 9,4 km Umfang zu Fuss erkundet und die vielen verschiedenen Facetten entdeckt), so war fuer mich die Wanderung durch das Tal der Winde an den Kata Tjutas und erst Recht die 4-stuendige Wanderung (mit vielen Fotopausen natuerlich) durch bzw. entlang des Kings Canyons sehr viel beeindruckender - vielleicht weil man Uluru schon vorher auf so vielen Postkarten gesehen hat und so ein Touristenwirbel drum gemacht wird, wer weiss. Auf alle Faelle koennt ihr euch jetzt schon mal auf die Bilder freuen, denn da sind wie ich finde, wieder einige huebsche Sachen dabei.

Bildungsurlaub in Alice Springs



Nach unserem Rinderfarm-Arbeitseinsatz blieben wir 2 Tage in Alice Springs und gaben uns in dieser Zeit das volle Touristen-Programm. An einem Tag statteten wir dem Royal Flying Doctor Service sowie der School of the Air einen Besuch ab und erfuhren hier viel Wissenwertes ueber diese beiden Services, die fuer die Menschen in den entlegenen Outback-Gegenden ins Leben gerufen wurden. Die Flying Doctors wurden erstaunlicherweise schon Ende der 20er Jahre gegruendet, die School of the Air wurde dann Anfang der 50er ins Leben gerufen. Beides wirklich sehr beeindruckend und eine wahre logistische Meisterleistung!

Den zweiten Tag verbrachten wir im Desert Park (da unser Stadtplan den falschen Massstab hatte, liefen wir die, wie sich im Nachhinein herausstellte, 8 km dorthin zu Fuss - und das bei recht hohen Temperaturen - aechz!). Hier fand man in wunderbarer Natur gelegen auf relativ kleinem Raum alle Vegetationszonen und die dazugehoerigen Tiere, die die australische Wueste so zu bieten hat und erfuhr nebenher auch wieder viel ueber das Leben der Aboriginal People, die als Naturvolk ihre Kenntnisse ueber die Natur in einzigartiger Weise nutzen.

Von der Wueste in die Grossstadt


Nachdem wir die letzten 3 Wochen im Outback Australiens und damit in einer ziemlich menschenleeren und auch landschaftlich kargen Gegend verbracht haben, ereilte uns heute der Grossstadt-Flash als wir nach 12 Stunden Fahrt mit dem Greyhound-Bus in der 1,3 Millionen Menschen fassenden Metropole Adelaide ankamen. Nach einem ersten kleinen Stadtrundgang hatte ich mich aber relativ schnell wieder aklimatisiert und finde Adelaide mit seiner Mischung aus neumodischen Hochhaeusern und kleinen Haeuschen im englischen Kolonialstil echt toll!

Wie eigentlich schon auf unserer ganzen bisherigen Reise haben wir auch diesmal wieder ein echt huebsches Hostel gefunden und das Beste - wir muessen noch nicht mal fuer die Uebernachtung bezahlen! Beim Check-In fragte uns das Maedel naemlich, ob wir nicht Lust haetten, 3 Stunden am Tag im Hostel sauber zu machen (also Betten abziehen, Bettwaesche waschen, Zimmer saugen und Baeder putzen) und dafuer fuer lau hier zu uebernachten - da mussten wir natuerlich nicht lange ueberlegen!

Mit unseren Putzerfahrungen von der Rinderfarm ging uns die Arbeit hier dann auch schon sehr leicht von der Hand - bin jetzt ein echter Profi in der "feuchten Acht" ;-). Also wer irgendwann mal kein Bock auf Saubermachen hat - wenn ich wieder in Deutschland bin, kann man mich mieten :-)

Mit neuen Fotos kann ich heute leider noch nicht dienen, da wir zwar kostenlosen Internetzugang haben, die Verbindung dafuer aber arschlahm ist ...

Also gibt's einfach nur ein paar kurze Worte zu unseren letzten Etappen - ihr koennt ja auch immer mal bei Manjas Seite Aussiemania reinschauen, da muss ich nicht alles doppelt schreiben und immerhin muessen ein paar Erlebnisberichte ja auch noch fuer die dunklen Winterabende uebrig bleiben :-)

Quizaufloesung

So, der grosse Moment ist gekommen - ihr erfahrt endlich, ob ihr im Australien-Quiz richtig gelegen habt. Erstmal ein Lob fuer die recht rege Beteilung und dann ein zweites Lob fuer das gute Raten (oder Wissen?) Auf dem Foto ist naemlich tatsaechlich ein Piepser abgebildet, der im Schnellimbiss laut anfaengt zu piepsen - und zu vibrieren, was ja noch viel schoener ist ;-) - wenn das Essen fertig ist. Also Gratulation zu euren mehrheitlich richtigen Antworten!

In Australien gibt's uebrigens in mehreren kleinen Imbissen oder Cafes noch eine andere nette Methode auf fertiges Essen hinzuweisen: Da wird man beim Bestellen nach seinem Namen gefragt und der wird dann laut durchs Lokal gerufen, wenn man sich sein Essen holen kann - bei Manjas Namen verzweifeln die "Ausrufer" regelmaessig - echt lustig.

Mal schauen, ob mir irgendwann nochmal irgendein Quiz einfaellt. Bis dahin wuensch ich euch einfach froehliches Lesen.

Mittwoch, 27. August 2008

Wir stuerzen uns ins Farmleben!



In Alice Springs blieb uns nicht wirklich Zeit zum Seightseeing - nachdem wir eine ganze Zeit auf unser Gepaeck warten mussten, mussten wir uns dann auf dem Weg vom Bahnhof ins Zentrum der Stadt ganz schoen beeilen (zum Glueck ist Alice Springs nicht sehr gross, aber ueber 15 Kilo Rucksack laesst sich schon ganz schoen tragen), um dort den Greyhound-Bus nach Erldunda (wer kennt sie nicht, diese australische Metropole) zu erwischen. Nach gut 2 Stunden Fahrt durch eine trostlose aber durchaus reizvolle Wuestenlandschaft erreichten wir das Roadhouse in Erldunda (mehr gibt es da auch nicht). Hier wartete bereits Tim, der Manager der Rinderfarm, auf der wir in den naechsten Tagen arbeiten sollten, mit seiner kleinen Tochter Tess auf uns. Mit seinem Truck (er hatte gerad irgendwo ein paar Rinder aufgeladen) ging es gut 100 weitere Kilometer durch noch mehr Wuestenlandschaft auf staubigen roten Pisten direkt zur Idracowra Station. Im totalen Nirgendwo tauchte dann auf einmal die Farm der Familie vor uns auf - ein Haus, eine Wasserpumpe, viele alte Autowracks, etliche leerstehende Huetten und Wohnwagen - alles umgeben von roter Erde und ein paar Bueschen und Baeumen - schon ein wenig gewoehnungsbeduerftig. Die Familie - bestehend aus Tim und seiner frau Marian sowie den beiden Kindern Tess (3 Jahre) und Bellah (1 Jahr) stellte sich dann ziemlich schnell als ziemlich nett heraus - auch wenn Tim nur wenige Worte mit uns wechselte (man wird wahrscheinlich so wortkarg, wenn man nur mit Rindviehchern zu tun hat), weil er die meiste Zeit vorm Fernseher verbrachte. Marian war dafuer recht kommunikativ (hat sich wahrscheinlich gefreut, dass mal jemand mit ihr erzaehlt) und die beiden Kiddies hatten auch bald ihre erste Schuechternheit ueberwunden und freuten sich tierisch darueber, in uns neue Spielgefaehrten zu haben (andere soziale Kontakte ausser ihren Eltern und die 2-4 anderen Mitarbeiter auf der Farm haben sie naemlich nicht). Unsere Hauptaufgabe bestand dann auch in der Kinderbetreuung und im Reinigen des Hauses - da Marian nicht so ganz die geborene Hausfrau ist, was Putzen angeht, hatten wir da auch wirklich gut zu tun und konnten und so richtig "austoben". Die Nachmittage hatten wir offiziell frei, aber da in der Einoede ja echt nicht viel zu sehen war, kuemmerten wir uns auch da fleissig weiter um die Kinder. Fuer unsere Arbeit wurden wir mit einem netten Doppelzimmer (das leider mit zum Teil 12,8 Grad recht kalt war, aber ich hab ja nen Schal mit) und richtig tollem Essen (natuerlich mit viel Rind- aber auch super leckerem Lammfleisch - ich hab garantiert 5 Kilo zugenommen) entlohnt. Ausserdem nahm sich Marian Zeit, uns waehrend einer Fahrt im Landcruiser einen Teil der gut 5000 Quadratmeter grossen Farm zu zeigen und mit uns eine wilde Fahrt ueber Sandduenen in einem Allrad-Golf-Buggy zu unternehmen. Bezueglich unseres Arbeitseinsatzes hatten wir bald alle Fenster und Boeden des Hauses geschrubbt, die beiden Autos geputzt und alle Kuehlschraenke gereinigt (das waere wirklich was fuer's Gesundheitsamt gewesen) - so dass wir das Farmleben trotz Marians Bemuehungen doch eher als langweilig empfanden. Wir haetten uns etwas mehr Action auf so einer Farm erhofft und nicht dieses "normale" Leben, bei dem er ab und an mal ueber die Range faehrt und sonst vorm Fernseher hockt und sie sich um die Kinder kuemmert und den ganzen Tag telefoniert. Vielleicht hatten wir aber auch nur eine unguenstige Zeit erwischt, in der halt nicht viel Arbeit anfaellt. Naja, jedenfalls bot Marian uns an, dass wir unseren Aufenthalt auch schon nach einer Woche beenden koennen (es waren ja eigentlich 2 Wochen vereinbart), da sie sowieso mit dem Auto nach Alice Springs (das immerhin 250 km entfernt ist) musste und uns mitnehmen koennte. Dieses Angebot nahmen wir dann dankend an - auch wenn uns der Abschied von den beiden suessen Kiddies durchaus schwer fiel - und so sind wir heute wieder in unseren normalen Backpacker-Urlaubsalltag zurueckgekehrt, verbringen die Nacht wieder in einer Jugendherberge und ohne Rinderbraten am Abend ...

Eine Zugfahrt die ist lustig




Nachdem wir die Region um Darwin ausreichend erkundet hatten, bestiegen wir letzte Woche Mittwoch den legendaeren GHAN, um uns ins Zentrum des Kontinentes durchzuschlagen. Der Ghan ist eine der zwei geschichtstraechtigen Eisenbahnlinien, die Australien durchqueren, und wurde nach den Afghanen benannt, die in frueheren Zeiten diesen Weg durch Australien auf Kamelen zuruecklegten. Auch wenn der Zug zunaechst etwas altmodisch anmutete, so war die Fahrt doch ein echt tolles Erlebnis. Der Zug braucht fuer den Weg von Darwin nach Adelaide 3 Tage und 2 Naechte und ist dementsprechend ausgestattet: Sein Gepaeck musste man vorher wie beim Fliegen einchecken, in jedem Wagen gab es recht geraeumige Duschen (und es wurden sogar flauschige Handtuecher gestellt) und man konnte sich jederzeit am Wasserspender bedienen. Ausserdem waren fuer jeden Wagen zwei Zugbegleiter (einer tagsueber, einer waehrend der Nacht) zustaendig, die den Reisenden mit Rat und Tat und viel Humor zur Seite standen - da kann sich die Deutsche Bahn in Punkto Service echt 'ne Scheibe abschneiden.
Nach 4 Stunden Fahrt erreichten wir Katherine, wo der Zug einen 4-stuendigen Zwischenstop einlegte. Wir nutzten die Zeit, um mit einem gemieteten Kanu den Katherine River zu erkunden (die Tour konnte man bereits im Zug buchen und der Shuttlebus stand bei unserer Ankunft auch schon bereit - alles krass durchorganisiert). Die Kanufahrt war aufgrund zahlreicher Styromschnellen und fehlender Lenkung im Boot eine echte Herausforderung fuer uns zwei Maedels, die wir aber hervorragend gemeistert haben. Wir konnten mal wieder zahlreiche Voegel und Wallabies beobachten. Krokodile haben wir diesmal leider nicht gesehen - aber das war vielleicht auch besser so ;-)
Nach dieser gelungenen Abwechslung ging es dann am spaeten Nachmittag wieder an Bord des Ghan, wo wir auch die Nacht verbrachten. Dies war nicht ganz so amusing, weil wir uns als sparsame Backpacker natuerlich keine Liegesitze oder aehnliches leisten wollten und uns so im Sitzen eine halbwegs komfortable Schlafposition suchen mussten. Aber wir habens ueberstanden - wenn auch etwas zerknautscht und erreichten am Donnerstag wohlbehalten unser naechstes Reiseziel Alice Springs.

Dienstag, 19. August 2008

Wir leben noch!

Nach unserer aufregenden 3-Tagestour durch den Kakadu-Nationalpark sind wir gestern abend wohl behalten (bis auf etliche Moskitostiche und einige Schuerfwunden vom Ueber-Steine-Klettern) wieder in Darwin angekommen.

Ich befuerchte, dass ich die vielen Eindruecke, die waehrend dieser grossartigen Safari auf mich eingestroemt sind, gar nicht so richtig in Worten wiedergeben kann. Wie erwartet, haben wir viele Tiere gesehen (natuerlich auch Krokodile - aber zum Glueck nicht hungrig) und viel ueber die Lebensweise und Kultur der Aboriginies erfahren (an den Nationalpark schliesst das fuer Touristen nicht begehbare Arnhem Land an, in dem die Ureinwohner noch relativ urspruenglich ihrem Leben als Naturvolk in nachgehen koennen). Die beeindruckenste Erfahrung war fuer mich einfach, waehrend der gesamten Tour so voellig von der Zivilisation abgeschieden in der Natur zu leben - wir mussten uns Holz fuer das abendliche Lagerfeuer sammeln, haben in sogenannten swags (so eine Art Biwaksack) unter freiem Himmel geschlafen, die Toastbrote fuers Fruehstueck wurden direkt im Lagerfeuer geroestet und und und ... Schon nach 3 Tagen fand ich es dann total komisch, wieder in Darwin zu sein und ploetzlich so viele Autos und Menschen um mich herum zu haben.

Wie gesagt, in ein paar Worten kann man die ganzen Erlebnisse gar nicht so richtig wiedergeben und deshalb belasse ich es heute einfach bei diesen kurzen Zeilen. Schaut euch einfach die Bilder an (ich hoffe, dass das mit dem Hochladen funktioniert) und lasst die Eindruecke ein bisschen auf euch wirken.

Mein naechster Eintrag wird ein wenig auf sich warten lassen. Wir fahren morgen naemlich mit dem Ghan (die Nord-Sued-Eisenbahnlinie heisst so) nach Alice Springs und werden dann mitten im Outback fuer die naechsten 2 Wochen auf einer Rinderfarm arbeiten, wenn alles klappt - am Telefon wurde uns gesagt, wir muessen nur Gartenarbeit und Kinderbetreuung machen - also kein Rodeo oder so, hoff ich mal ;-)

Seid alle lieb gegruesst bis zum naechsten Mal

Donnerstag, 14. August 2008

Nach der ersten Woche in Darwin habe ich bereits einen neuen Reisebegleiter ...

Ich habe mir naemlich einen "original" australischen Sonnenhut made in China zugelegt. Dieser schuetzt mich zum einen hervorragend vor der Sonne, die hier wirklich ganz schoen heftig ist und hat zum anderen den Vorteil, dass mich gleich jeder als Tourist erkennt ;-)



Unsere ersten Tage in Darwin vergingen wie im Flug: Wir haben viel Zeit damit verbracht, einfach durch die Gegend zu spazieren (eine echte Meisterleistung bei der Hitze, aber zum Glueck gibt es hier eine Menge Rasensprenger, unter deren Wasserstrahl wir dann meist wie die kleinen Kinder rumgehuepft sind) und dann an einem der vielen tollen Straende zu relaxen. Ich fuehle mich immer noch ein wenig wie im Zoo, bei den ganzen exotischen Voegeln, die einem hier so ueber den Weg flattern - wann sieht man schon einfach mal so einen Kakadu auf einem Baum sitzen?



Natuerlich haben wir auch ein bisschen was fuer die Bildung getan und uns zum Beispiel das alte Gefaengnis von Darwin (1883 erbaut und bis 1979 in Betrieb) angeschaut - recht beeindruckend. Ueber das Leben der Aboriginal People haben wir bisher am meisten wahrend unserer Fahrten mit der Buslinie Nummer 4 erfahren: Da kommt es schon mal vor, dass uns ein Ureinwohner die an der Strecke liegenden Wohnkommunen der Aboriginies zeigt. Weniger erquickend war die gestrige Erfahrung, als wir in einem vollbesetzten, nach Alkohol und anderen unappetitlichen Sachen riechenden Bus mit ansehen konnten, wie sich 2 Ureinwohner erst ziemlich lautstark beschimpften und dann letztendlich vom Busfahrer rausgeschmissen wurden. Wirklich eine schwierige Problematik, der die Australier recht hilflos gegenueber zu stehen scheinen.



Ansonsten sind die Australier, die wir bisher kennenlernen konnten, wirklich ein sehr nettes Voelkchen - da fragt die Kassiererin im Supermarkt schon mal ob man einen schoenen Tag hatte und auf der Strasse wird man mal eben mit "Hey Ladies" begruesst - toll!



Auch konnten wir uns schon davon ueberzeugen, dass die Australier gerne Bier trinken und ausgelassen feiern koennen (da tauschen Maennlein und Weiblein auf der Tanzflaeche mal eben ihre Oberbekleidung aus). Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das australische Bier zwar ziemlich duenn schmeckt, es aber durchaus in sich hat. Auch die Regierung scheint zu wissen, dass hier gern und (zu) viel getrunken wird und so sieht man an ziemlich vielen oeffentlichen Plaetzen Alkohol-Verbotsschilder. Auch auf dem Konzert, das wir gestern abend besuchten, bestand Alkoholverbot - und da lief sogar die Polizei durch die Reihen und konfiszierte jeglichen Alkohol.



Soweit erstmal meine ersten Eindruecke aus down-under. Ich hab sicher total viel vergessen, aber ich moechte euch ja auch nicht ueberfordern und zu neidisch machen ;-)



An alle, die mir schon so fleissig Kommentare hinterlassen haben, ganz ganz lieben Dank! Macht weiter so und beachtet bitte auch das Quiz, das es seit heute neu auf meiner Seite gibt. Ich hoffe auf rege Beteiligung - gewinnen koennt ihr nichts - nur an Erfahrung und Wissen :-)

Ach so vielleicht noch ein kurzer Ausblick auf den weiteren Reiseverlauf: Morgen geht es in den Kakadu-Nationalpark und wenn ich nicht von einem Krokodil gefressen werde, melde ich mich danach wieder ...

Bis dahin ganz ganz liebe Gruesse

Samstag, 9. August 2008

Gelandet ...

Bei uns ist es jetzt 17.00 Uhr und vor etwa 13 Stunden haben wir wohlbehalten Darwin erreicht.

Obwohl der Langstreckenflug von Frankfurt nach Singapur fuer mich eine absolute Weltpremiere war, hab ich mich tapfer geschlagen und den Flug mit all seinen Annehmlichkeiten (lecker Essen, unbequemes Schlafen, dafuer aber "Kung Fu Panda" im Bordfernsehen) genossen - und ich brauchte weder meine Schlaftabletten noch psychologische Behandlung durch Manja :-)

In den letzten 13 Stunden haben wir uns dann schon ein wenig mit Darwin vertraut gemacht, das jetzt fuer die naechsten 7 Tage unsere Heimat werden wird. Die Stadt ist eine echte Touri- und Backpacker-Metropole - ein hostel am naechsten und viele verlockende Bars und Cafes. Bei unseren bisherigen Erkundungen haben wir bereits den nettesten Busfahrer von Darwin kennenlernen duerfen (aber irgendwie liegt die Nettigkeit hier echt bei allen Leuten im Blut) und auf dem oertlichen Troedelmarkt haben wir uns leckere Fruechte schmecken lassen. Erste "wilde" Tiere wie Riesenheuschrecke, Maskenkiebitz und irgendeine Ibisart wurden auch bereits gesichtet. Ach ja und das Wetter ist typisch Winter: Sonne satt und um die 35 Grad ;-)

Irgendwie stellt sich jetzt aber doch langsam die Muedigkeit bei uns ein, immerhin sind wir seit vorgestern auf den Beinen, wenn man mal von den paar Stuendchen halbherzigen Schlaf im Flieger absieht. Der Abend wird dementsprechend ruhig werden mit Fertignudeln und ein wenig Relaxen am Pool ...

Montag, 4. August 2008

Die Reise hat sich schon jetzt gelohnt!



Warum? Na wegen der tollen Abschiedsparty, die meine netten Kollegen organisiert haben! Foster's gekostet, Didgeridoo gespielt, ein Krokodil gebändigt - eigentlich muss ich dann ja gar nicht mehr weg, oder? Aber jetzt ist der Rucksack ja gepackt und da schau ich mal, was Australien noch so außer der oben genannten Dinge zu bieten hat ;-)
Also auf alle Fälle nochmal herzlichsten Dank an alle, die mich so lieb verabschiedet haben - macht mir den Abschied nicht unbedingt leichter, aber ein kluger Mensch hat mir mal gesagt, dass Loslassen wahre Stärke bedeutet ...
Na dann! Auf zu neuen Ufern!

Freitag, 25. Juli 2008

Dank an Beate P.

Fast hätte ich das Wichtigste doch vergessen!
Herzlichen Dank an Beate P., die sich als erste todesmutig unter die Blog-Kommentatoren begeben hat - bin wirklich stolz auf Sie und freue mich natürlich darauf, noch mehr von Ihnen zu lesen :-)
Bis denne

Es wird ernst ...

So ziemlich genau noch zwei Wochen - dann werde ich bereits nicht mehr im schönen Deutschland weilen, sondern bereits im Flieger Richtung Singapur sitzen.

Obwohl ich noch 3 Tage zu arbeiten habe, sind die ersten Abschiedspartys bereits gefeiert und auch zahlreiche Abschiedsgeschenke eingetrudelt, über die ich mich wirklich riesig gefreut habe und mich an dieser Stelle auch noch mal ganz herzlich bedanken möchte. Und plötzlich wird mir bewusst, dass es jetzt bald wirklich ernst wird ...

Die Reisevorbereitungen sind auch soweit voran geschritten, dass ich mich nochmal umfassend beim Arzt hab durchchecken lassen, mir noch schicke Wanderschuhe und einen netten Tagesrucksack zugelegt habe - Danke Oma ;-), mich mit allem möglichem technischen Schnickschnack wie Speicherkarten und Steckdosenadapter eingedeckt habe und so weiter und so fort. Und morgen wird dann ausprobiert, wie viel Gepäck eigentlich so in meinen Rucksack passt und welche geliebten Kleidungsstücke daheim bleiben müssen.

Meine Vorfreude ist jedenfalls riesengroß, auch wenn natürlich ein bisschen Wehmut darüber bleibt, dass ich liebgewonnene Leute nun einige Zeit lang nicht sehen werde. Aber es gibt ja Fotos zur Erinnerung, die in meinem Reisegepäck auf keinen Fall fehlen werden - versprochen.

Dienstag, 8. Juli 2008

Der Countdown läuft ...

In so ziemlich genau einem Monat werde ich in Darwin landen und von dort aus eine hoffentlich aufregende Reise durch Australien starten.
Meinen Job hab ich für diese Unternehmung gekündigt, die Flugtickets sind längst gebucht und die Bestätigung fürs Visa ist auch da - aber sonst ist von Urlaubsvorbereitung geschweige denn -aufregung noch keine Spur. Der Arbeitsalltag hält mich einfach noch zu fest in seinem Bann. Wahrscheinlich kapier ich erst kurz nachdem das Flugzeug australischen Boden berührt hat, was ich mir da eigentlich vorgenommen habe ...

Ob sich die Urlaubsaufregung noch einstellt, was ich alles vergessen habe einzupacken, wie mir mein erster Langstreckenflug bekommt und und und - darüber werde ich (hoffentlich) regelmäßig hier berichten und lade alle, die's interessiert und auch die, die sich nur hierher verirrt haben, herzlich ein mich dabei zu begleiten.

Bis demnächst
Eure Claudia