Montag, 27. Oktober 2008

On the road again ... Von Broome nach Coral Bay

Mit unserer Ankunft in Broome hatten wir das Gebiet der Kimberley, das mit 420.000 Quadratkilometern groesser als Deutschland ist, aber nur etwa 30.000 "Einwohner" - davon ein Drittel Aboriginal People - zaehlt (um hier mal'n bissle Reisefuehrerwissen einzubringen), hinter uns gelassen. So schoen es auch war, diese menschenleere Gegend zu durchfahren und nur alle paar hundert Kilometer an einem Roadhouse vorbeizukommen, so sehr hatten wir doch auch darauf gehofft, ab Broome mal wieder ein bissle in die Zivilisation und "unter Leute" zu kommen - doch da hatten wir Westaustralien falsch eingeschaetzt.

In Broome verbrachten wir einen schoenen Tag mit Sightseeing - in frueheren Zeiten boomte hier die Perlentaucherindustrie, wovon alte Perlenschiffe, nette Perlengeschaefte und der chinesische und japanische Friedhof (die meisten Perlentaucher wurden aus diesen Laendern "importiert") noch heute zeugen.

Auf unserer weiteren Fahrt erwartete uns dann jedoch wieder der eintoenige Highway und rechts und links davon unendliche Weiten. Aber irgendwie hat das ja auch was. Ab Port Hedland, ein recht grosser Hafen fuer den Export von Eisenerz und Salz, verliessen wir den Kuestenhighway und begaben uns ins Landesinnere. Nun durchquerten wir die Pilbarra-Region, sozusagen die Schatzkammer Australiens, da es hier reichhaltige Eisenerzvorkommen (ich glaub sogar die groessten der Welt?) gibt. Die Landschaft gefiel uns dank faszinierender Hoehenzuege dann auch wieder um einiges besser.

Ein absolutes Highlight war dann der Besuch des Karijini Nationalparks. Unser "Scully" hielt die hubbeligen, roten Sandpisten tapfer durch und brachte uns zu phantastischen Naturschauplaetzen. Wir genossen die Ausblicke auf die zahlreichen Schluchten und durchwanderten eine davon in Eigenregie. Fuer das ueber Stock & Stein - Geklettere wurden wir mit einem erfrischenden Bad in den zahlreichen Pools (heisst das so?), die sich in den Schluchten befinden, entlohnt. Ganz mit der Natur im Einklang verbrachten wir die Naechte im Nationalpark im Busch-Camp - also keine Duschen und nur Plumpsklo. Immer wieder eine Erfahrung, aber nach zwei Tagen freut man sich dann doch tierisch ueber eine schoene Dusche - ihr habt Glueck: ihr seht nur die Fotos und muesst nichts riechen ;-)

Die naechste Station war dann fuer uns Exmouth. Auch hier erkundeten wir mal wieder einen Nationalpark - diesmal mit vielen weissen Straenden und tuerkisblauem Wasser - einfach traumhaft! Vor der Kueste von Exmouth erstreckt sich auf 260 km Laenge das Ningaloo-Reef, das laut Reisefuehreraussagen sogar noch toller als das Great Barrier Reef sein soll. Wir wollten uns bei einem Schnorcheltrip davon ueberzeugen und begaben uns gestern in die Schnorchelhochburg Coral Bay. Leider scheint Petrus was gegen unser Vorhaben zu haben: Diese Nacht regnete es in Stroemen und jetzt ist es total windig und troepfelt ab und an immer noch.
Aber so ergibt sich immerhin mal ein bissle Zeit fuers Internet.

So ich denk, das waren mal wieder genug Informationen.
Seid alle lieb gegruesst und lasst es euch gut gehen!

1 Kommentar:

Manja und Rudi hat gesagt…

Hui das klingt ja aufregend. Habe ja die letzten Tage deine Seite etwas vernachlaessigt und habe erst von meiner Mutti (ja, sie liest fleissig deine Seite) erfahren, dass es was Neues zu lesen gibt. Jetzt war ich ja schon ein wenig enttaeuscht, nix vom Schnorcheln lesen zu koennen. Ich hoffe, ihr holt das noch nach.
Euch gehts ja offensichtlich gut, mir auch.
Also, sei dlieb gegruesst, woimmer ihr auch grad seid.
LG ;-) Manja